Fachliche Begleitung bei der Erarbeitung eines schulischen Präventionsplanes

Weiterbildung für Lehrkräfte und SchulsozialarbeiterInnen

„Studien belegen, dass ein deutlicher Zusammenhang zwischen Lebensbedingungen, Gesundheit und Bildungserfolg besteht. Sie zeigen auch, dass Gesundheitsförderung und Prävention insbesondere dann eine nachhaltige Wirkung erfahren, wenn sie bei den konkreten Lebenswelten der Menschen ansetzen.“
(Empfehlungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule, Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 15.11.2012)

Im Kontext Schule gibt es neben dem normalen Schulalltag immer wieder Themen, mit denen Schulleitung und Lehrkräfte konfrontiert werden und welche Unsicherheiten auslösen. Spannungen oder besondere Härte unter Schülern, Ausgrenzung und der Konsum von Suchtmitteln sind Sachverhalte, die jede Schule betreffen und bei denen Lehrkräfte sich einen klaren Fahrplan wünschen.

Ein Schulischer Präventionsplan unterstützt bei diesen unterschiedlichen Fragestellungen und schafft somit einen klaren und transparenten Fahrplan für präventive Veranstaltungen sowie einen Handlungsleitfaden für den akuten Fall.

Neben der Förderung gesunder Lern- und Lehrbedingungen, welche die Basis guter Präventionsarbeit sind, sieht der der Plan die Erfassung der Ist-Situation und Bedarfe zielgruppenorientierter Präventionsprojekte vor. Dabei spielen nicht nur Veranstaltungen für Schüler eine Rolle, sondern auch Weiterbildungen für Lehrkräfte sowie Elternabende. Ziel ist es, dass alle Akteure im System Schule zum Thema Prävention informiert sind und bekannt ist, welches Thema in welcher Klassenstufe behandelt wird.

Einem konkreten Vorfall, sei es durch Suchtmittelkonsum oder Gewalt an der Schule, kann durch klare Handlungsleitlinien und eine gestufte Interventionskette mit mehr Sicherheit entgegen getreten werden. Darin ist eindeutig definiert, wer bei welchem Anlass informiert werden muss und welche nächsten Schritte eingeleitet werden sollten. In Bezug auf den Schüler bietet der Stufenplan neben Sanktionen vor allem die Möglichkeit pädagogischer Maßnahmen, welche die Entwicklung einer Veränderungsmotivation unterstützen können. 

Zusammenfassend ist der Schulische Präventionsplan ein Instrument um Handlungswissen, Sicherheit und Transparenz im Umgang mit diesen Themen zu schaffen. Zwischenmenschliche Beziehungen und eine achtsame Atmosphäre an der Schule erhalten Gewicht.

 

Inhaltliche Schwerpunkte:

    • Basisseminar Sucht
    • Seminar schulische Suchtprävention (suchtförderndes Verhalten, auffälliges Verhalten, Reaktionen, Aufklärung über rechtliche Grundlagen, Interventionsplan)
    • gemeinsame Entwicklung und Überarbeitung eines schulischen Präventionsplanes
    • Vermittlung des Präventionsplanes an alle Akteure in der Schule
        Die schulinterne Fortbildung kann Ihren individuellen Wünschen entsprechend angepasst und mit Projekten der Fachstelle für die Schülerinnen und Schüler kombiniert werden (z.B. PEERaten-Ausbildung, BlackBox).

        Zielgruppe: Lehrkräfte in allen Fachbereichen, Schulleitung, Beratungs- und Vertrauenslehrkräfte sowie SchulsozialarbeiterInnen

        Veranstaltungsort: In den Räumen der Schule. Notwendig sind Gruppenarbeitsräume und Voraussetzungen für Präsentationen

        Kosten: Kostenfrei, wenn Förderung über den Landkreis vereinbart ist.