Eltern

Empfehlungen zur Thematisierung mit den eigenen Kindern

Mit den eigenen Kindern ins Gespräch über Drogen und Konsum zu kommen ist nicht unbedingt ein leichtes Unterfangen – das hat auch der britische Drogenexperte und Pharmakologe David Nutt erkannt. Im Folgenden sind 10 Punkte aufgelistet, die Eltern – nach seiner Meinung – mit Ihren Kindern ehrlich erörtern sollten.

Er selbst sagt: „Alle Drogen sind schädlich, aber nicht alle Drogen sind gleich schädlich.“

Aus fachlicher Sicht können wir mit den von ihm genannten Punkte durchaus konform gehen, möchten aber an dieser Stelle noch einmal betonen, dass wir die folgenden Empfehlungen nicht selbst erarbeitet haben, sondern lediglich weitertragen:

1. Alkohol und Tabak sind Drogen, und es gibt keinen sicheren Konsum von beiden.

2. Alle Drogen haben angenehme Effekte. Deshalb unterschätzt man oft auch die Risiken.

3. Fang niemals an, Drogen zu spritzen, denn das ist die gefährlichste Art des Drogenkonsums überhaupt.

4. Halte Dich auch von Lösungsmitteln fern. Inhalieren tötet jede Woche einen Menschen.

5. Trink niemals Alkohol, wenn Du andere Drogen konsumierst. Dabei können neue Substanzen im Körper entstehen, die noch viel schädlicher sind.

6. Selbst wenn wir selbst nicht einverstanden mit der Kriminalisierung von Drogen sind: Ein Eintrag im Strafregister kann Dein Leben ruinieren.

7. Finde zuverlässige Quellen für Informationen. Wer Drogen verteufelt, lügt – genauso wie jeder lügt, der Drogen verharmlost.

8. Wann immer Du Drogen nimmst, sei Dir im Klaren darüber, warum. Das gilt auch für Alkohol und Zigaretten.

9. Wenn Du Probleme mit Drogen bekommst, hol Dir so schnell wie möglich Hilfe. Auch bei uns. Wir bestrafen Dich nicht, sondern sind für Dich da.

10. Wenn Du mit Drogen experimentierst: Sorge dafür, dass Deine Abenteuer keine Folgen für die Schule haben. Nimm niemals Drogen mit dorthin und konsumiere auch keine auf dem Schulgelände. Deine Experimente sollten auch nicht verhindern, dass Du Deine Hausaufgaben machst oder nüchtern am Unterricht teilnimmst.

Quelle

Weitere Hinweise im Umgang mit Angehörigen finden Sie auch in unseren Pflegehinweisen.