Modellprojekt „VITAMINE – ein Projekt zur schulischen Suchtprävention“




Grafiken: Thomas Kober
Vitamine ist ein Programm für schulische Suchtprävention.
Vitamine unterstützt 3 Jahre Schulsozialarbeit, Schulleitung, Lehrer*innen, Schüler*innen sowie Eltern dabei, langfristig Suchtprävention in der Schule zu installieren.
Vitamine gibt der Schulsozialarbeit – dem zentralen Multiplikator vor Ort – das notwendige Handlungswissen.

 

Im Zentrum des Modellprojektes stehen eine lebensweltorientierte Suchtprävention und die Relevanz von Lebenskompetenzen für die Bewältigung von Herausforderungen im Kindes- und Jugendalter.
Das Modellprojekt möchte Schüler*innen, Schulsozialarbeiter*innen, Lehrer*innen, Schulleiter*innen und Eltern im Umgang mit den Themen Sucht und Drogen stärken.


Um eine nachhaltige und zielgruppenorientierte Suchtprävention an den teilnehmenden Schulen der Stadt Chemnitz zu etablieren, rückt die Fachstelle für Suchtprävention die enge Kooperation mit den Schulsozialarbeiter*innen in den Mittelpunkt. Die Fachstelle für Suchtprävention ermöglicht im Rahmen von Weiterbildungen, Methodentagen, Reflexions- und Kriseninterventionsgesprächen, etc. eine individuelle Unterstützung bei der Erarbeitung eines Präventionskonzeptes für die Schulen und schult somit Schulsozialarbeiter*Innen im Sinne von Multiplikator*innen.

Vitamine fußt demnach auf einer bereits erfolgreich stattfindenden Schulsozialarbeit und birgt somit das Potenzial in sich, die Bedarfe, Ressourcen und Ziele der Schulen individuell aufzugreifen.

Dieses Angebot wird durch die Stadt Chemnitz gefördert.

 

 

VITAMINE feiert lebhaften Abschluss der Modellphase und begrüßt zu VITAMINE 2.0

Vitamine feierte nach 3 Jahren intensiver Zusammenarbeit am 30.11.2017 einen zutiefst bewegenden und blühenden Abschluss der Modellphase des Projektes zur Schulischen Suchtprävention. Es wurde getanzt, gesungen, musiziert und großartig auf der Bühne agiert.

Zur Abschlussveranstaltung hatten die Leiterin des Amtes für Jugend und Familie Gunda Georgi und die Direktorin der Stadtmission Chemnitz Karla McCabe geladen. Gastgeberin war die Annenschule unter Schulleitung von Ulrike Schulz als eine der sechs beteiligten Vitamine-Schulen.

Die beiden Projektverantwortlichen der Regionalen Fachstelle für Suchtprävention – Julia Mühlberg und Susann Bunzel – freute es sehr, dass das Fest ein absolutes Gemeinschaftsprojekt wurde und damit Ausdruck der Vitamine-Idee.

Die technische Betreuung der Veranstaltung übernahm der Neigungskurs Veranstaltungstechnik der Annenschule. Schülerinnen und Schüler des Theaterprojektes an der Unteren Luisenschule holten den Generationenkonflikt auf die Bühne, ein Tanzakrobatik - Duo der Josephinenschule brachte Kunst und Sport unter einen Hut, die Bläserklasse und die Schülerband lieferten einen Einblick in den musikalischen Alltag der Annenschule, die Schulsozialarbeiterin Dania Stöss sprach über die Implementierung von Vitamine an der Schule Altchemnitz. Ulrike Schulz – Schulleiterin der Annenschule –  und Ulrike Ernhuber –  Schulsozialarbeiterin vor Ort –, demonstrierten, wie viel gemeinsames Engagement bewegen kann und hatten dafür gleich eine ganze 9. Klasse und deren Jumpstyle-Programm mitgebracht. Die Jugendlichen mischten sich anschließend unter das Publikum, um dort ihre Position zu aktuellen Themen zu vertreten. „Die Aussagen der Jugendlichen haben mich überrascht und berührt.“, beschreibt Sandra Hahn ihren Eindruck.

Wenn jungen Menschen ihre Zukunft am Herzen liegt, sie sich einsetzen und dabei in der Schule unterstützt werden, erleben sie ein Lernumfeld, das suchtpräventiv wirkt.

Das Projekt Vitamine wurde von der Ambulanten Suchthilfe und Suchtprävention der Stadtmission Chemnitz entwickelt sowie gefördert und fachlich begleitet durch das Amt für Jugend und Familie der Stadt Chemnitz.

Die ersten sechs Vitamine - Schulen haben ihre Schulischen Präventionspläne entwickelt, ihre Schulsozialarbeiterinnen zur „Fachmultiplikatorin für Schulische Suchtprävention“ ausgebildet und zahlreiche Projekte gestartet. Die Schulen werden im Rahmen der Qualitätssicherung bei der Umsetzung ihres Schulischen Präventionsplanes weiter betreut. 2018 starten außerdem neue Chemnitzer Schulen mit Vitamine 2.0.

 

 

VITAMINE argumentiert

Das Spiel argument eignet sich als pädagogisches Material im Rahmen einer suchtpräventiven Veranstaltung.

argument ermöglicht eine thematische Auseinandersetzung mit legalen und illegalen Suchtmitteln sowie Verhaltenssüchten. Es geht darum, ein Ereignis aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und sich in einer Gesprächsrunde kritisch damit auseinanderzusetzen. argument bietet Spieler(innen) hierfür eine Vielzahl verschiedener Rollen sowie Ereignisse, welche eine Entscheidungsfrage beinhalten.

In der jeweiligen Rolle Argumente zu finden, fördert die Empathiefähigkeit der Spieler(innen), öffnet den Blick für andere Perspektiven und trägt nicht zuletzt dazu bei, Klischees zu hinterfragen und abzubauen.

Geeignet für 5 – 15 Spieler(innen) mit einer Spielzeit von 10 – 30 Minuten.

© Alle Rechte vorbehalten. Stadtmission Chemnitz e.V.

Sie möchten das pädagogische Spiel käuflich erwerben? Senden Sie eine E-Mail an vitamine(at)stadtmission-chemnitz.de und wir erfassen Ihr Interesse für die Planung einer Neuauflage.

Schulsozialarbeit als Multiplikator für erfolgreiche Suchtprävention

Im corax, dem Fachmagazin für Kinder- und Jugendarbeit in Sachsen, wurde in der Ausgabe 3/2016 ein Artikel zum Modellprojekt VITAMINE veröffentlicht. Hier gelangen Sie zum Artikel der Projektkoordinatorin Julia Mühlberg.

VITAMINE im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2015

Im Juni 2015 wurde das Modellprojekt Vitamine im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2015 auf Seite 101 und 102 vorgestellt. Link zum Bericht

Eindrücke aus der Fortbildungsreihe für die Schulsozialarbeiter*innen

Seit Januar 2015 finden regelmäßige Arbeitstreffen mit den Schulsozialarbeiter*innen statt. Inhaltlich werden die zentralen Bausteine des Modellprojektes – Erhebung der IST- Situation, Vermittlung von Basiswissen, Planung zielgruppenspezifischer Angebote, etc. – aufgegriffen. Diese Inhalte bilden die Schwerpunkte, welche letztlich in einen  für die jeweilige Schule konzipierten Plan zur schulischen Suchtprävention münden. Damit werden wertvolle Handlungsleitfäden für alle Akteur*innen herausgearbeitet.