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Wissenschaftliche Evaluation des FREUNDE-Programms im Saarland belegt positive Wirkung

Das FREUNDE-Programm wurde im Saarland von 2021 bis 2025 durch die Katholische Hochschule NRW und das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft wissenschaftlich evaluiert.

Grafik: FREUNDE

Die Evaluation wurde von den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) im Rahmen des Präventionsgesetzes finanziert. Die nun veröffentlichten Ergebnisse bescheinigen dem Programm eine ausgesprochen positive Wirkung.

Die Studie umfasste sowohl qualitative Interviews als auch quantitative Befragungen und bestätigt die hohe Wirksamkeit sowie die gute Praxistauglichkeit des Programms. Trotz der besonderen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie und den Fachkräftemangel konnten in den teilnehmenden Einrichtungen deutliche Fortschritte bei der Förderung von Lebenskompetenzen der Kinder festgestellt werden.

Besonders hervorgehoben wurden die positiven Effekte der fünf pädagogischen Vorhaben:

•    „Mit viel Gefühl“: Die Kinder lernten, ihre Gefühle besser wahrzunehmen, zu benennen und zu regulieren. Dieser Erfolg zeigte sich auch bei sehr jungen Kindern sowie bei Kindern mit Sprachschwierigkeiten.

•    „Ein Platz zum Streiten“: Mit Hilfe des „Streitteppichs“ entwickelten die Kinder prosoziale Strategien und konnten Konflikte zunehmend selbstständig und selbstbewusst lösen.

•    „Kinder reden mit“: Die Beteiligung der Kinder am Kita-Alltag wurde gestärkt. Dadurch erlebten sich die Kinder als aktive Gestalter ihrer Lebenswelt.

•    „Selber-mach-Tag“: Die Fantasie und Eigeninitiative der Kinder wurden gefördert, indem sie lernten, mit Alltagsmaterialien kreativ zu spielen und Dinge zu reparieren.

•    „Inseln der Ruhe“: Dieses Vorhaben unterstützte die Kinder dabei, ihre eigenen Bedürfnisse nach Entspannung wahrzunehmen und Techniken zur Selbstregulation erfolgreich anzuwenden.

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass die Schulung des gesamten Teams sowie die Überzeugung der Einrichtungsleitung entscheidende Gelingensbedingungen für eine nachhaltige Umsetzung des Programms sind.

Die im Rahmen der Evaluation erarbeiteten Handlungsempfehlungen lagen bereits 2025 vor. Diese umfassten unter anderem eine stärkere Akzentuierung der bereits vorhandenen kindorientierten Sichtweise, den Bereich der Kinderrechte klarer in den Fokus zu nehmen sowie die Einbettung in das Weltprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Das Besondere: Diese wertvollen Erkenntnisse konnten bereits vollständig in die Gesamtüberarbeitung des FREUNDE-Basisseminars einfließen. Damit ist sichergestellt, dass FREUNDE auch in Zukunft am Puls der Zeit bleibt und pädagogische Fachkräfte optimal dabei unterstützt, Kinder stark für das Leben zu machen.