Suchtbelastete Familien

In Deutschland wachsen schätzungsweise 1,5 bis 2,75 Millionen Minderjährige (10,8 – 19,8%) in suchtbelasteten Familien auf. 3,8 Millionen Kinder und Jugendliche (27,3%) leben mit einem psychisch erkrankten Elternteil zusammen (Koopmann & Hoell et al., 2025). Für die betroffenen Familien bedeutet dies häufig einen Alltag voller Unsicherheit, emotionaler Belastungen und Überforderung. Besonders Kinder und Jugendliche tragen ein erhöhtes Risiko, später selbst eine Suchterkrankung, Depression oder andere psychische Erkrankungen zu entwickeln. In Sachsen zählen Alkoholabhängigkeit sowie der Konsum von Crystal (Methamphetamin) und Cannabis zu den häufigsten Suchtbelastungen in Familien.

Aktuelle Forschung zeigt, dass sich die Lebenslagen suchtmedizinisch und allgemeinpsychiatrisch behandelter Eltern kaum unterscheiden. Suchtkranke Eltern sprechen jedoch deutlich seltener über die Belastungen ihrer Erkrankung und ihrer Elternrolle – vermutlich aufgrund von Stigmatisierung. Gleichzeitig finden suchtbelastete Familien im bestehenden Hilfesystem oft keine bedarfsgerechte Unterstützung (Koopmann & Hoell et al., 2025).

Unsere Ansprechpartnerin für dieses Thema

Christin Auerswald
Telefon: 03 51 / 440 477 18
E-Mail: auerswald@suchtprae

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