Anmeldung Fachtag "Resilient in die Zukunft - Kompetenzen für morgen"
Mit unserem Fachtag „Resilient in die Zukunft – Kompetenzen für morgen“ laden wir Sie herzlich ein, Ihre Fachkompetenz hinsichtlich der Lebens- und Gesundheitskompetenzen von Kindern und Jugendlichen zu vertiefen. Gleichzeitig bietet Ihnen der Tag Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen, voneinander zu lernen und Ihr berufliches Netzwerk zu erweitern.
In einem einführenden Vortrag wird Herr Prof. Dr. phil. Kevin Dadaczynski – Professor für Gesundheitserziehung in Potsdam – über die aktuelle Studienlage zur mentalen Gesundheit referieren. Daran anknüpfend wird Dr. Arndt Pechstein – Neurowissenschaftler und Dozent an der Freien Hochschule Berlin – basierend auf aktuellen Erkenntnissen der Gehirnforschung beleuchten, welche Kompetenzen Kinder und Jugendliche brauchen, um mit und an Veränderung wachsen zu können.
Es ist uns gelungen die aktuelle Ausstellung zur mentalen Gesundheit „Wie geht’s?“ im Deutschen Hygiene-Museum in unser Programm zu integrieren. Frau Dr. Carola Rupprecht wird die künstlerischen, medialen, interaktiven und spielerischen Zugänge der Ausstellung vorstellen und uns fachlich auf den Ausstellungsbesuch über die Mittagszeit einstimmen. Am Nachmittag können Sie aus sechs thematischen Workshops wählen, um Fachimpulse zu erhalten und Ihre Resilienz zu stärken.
Sie sind herzlich eingeladen, an dem Fachtag teilzunehmen, mit uns in die Zukunft zu denken und über Ihre Themen und Ideen in den offenen Austausch zu gehen. Wir jedenfalls freuen uns auf die Begegnung und die Diskussion mit Ihnen.
Das Team Ihrer Fach- und Koordinierungsstelle Suchtprävention Sachsen | Bereich Lebenskompetenzförderung
| Datum | Zeit: | 27.10.2026 | 09:30 - 16:00 Uhr |
| Veranstaltungsort: | Deutsches Hygienemuseum, 01069 Dresden, Lingnerplatz 1 |
| Teilnehmer*innenzahl: | 125 |
| Teilnahmegebühr: | 65,00 Euro |
| Inhalt: | Tagungsprogramm |
| Teilnahmebedingungen: | Teilnahmebedingungen |
Programm
9:00 Ankommen
9:30 Begrüßung
9:50 Fachvortrag I
10:45 Pause
11:00 Fachvortrag II (digital)
11:40 thematischer Input
12:00 Mittagessen, Ausstellungsbesuch | Pause
13:15 Workshops
15:00 Pause
15:20 Workshop-Auswertung | Abschluss
16:00 Ende
Im Tagungspreis ist ein Ticket für die Ausstellung zur mentalen Gesundheit “Wie geht's?” enthalten. Dieses ist bis 17:00 gültig.
Vorträge
Die Fähigkeit der Beschaffung von und des Umgangs mit gesundheitsbezogenen Informationen (kurz der Gesundheitskompetenz) gilt als zentrale Ressource für ein gesundes Aufwachsen. Studien zeigen, dass die Gesundheitskompetenz zum Teil gering ausgeprägt und zudem ungleich verteilt ist. Damit ist die Fähigkeit abhängig von den Bedingungen, unter den (junge) Menschen leben und von den Möglichkeiten, die ihnen zum Erwerb und der Anwendung der Gesundheitskompetenz gegeben werden. Der Vortrag setzt sich mit diesem Spannungsfeld auseinander und skizziert am Beispiel von Schule Ansatzpunkte, aber auch Herausforderungen der Förderung von Gesundheitskompetenzen.
Prof. Dr. Kevin Dadaczynski, Professor für Gesundheitserziehung an der Universität Potsdam
Der Vortrag verbindet aktuelle Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft und positiven Psychologie mit konkreten Future Skills, die Kinder und Jugendliche für eine komplexe, ungewisse Welt stärken. Growth Mindset, Resilienz, Selbstwirksamkeit und der konstruktive Umgang mit Unsicherheit stehen dabei im Mittelpunkt. Der Zukunftsforscher Dr. Arndt Pechstein zeigt Impulse und Perspektiven für die Gesundheitsförderung auf und stellt Kompetenzen heraus, welche Kinder und Jugendliche brauchen, um mit und an Veränderung wachsen zu können.
Dr. Arndt Pechstein, Neurowissenschaftler und Dozent an der Freien Hochschule Berlin (digital)
Dr. Carola Rupprecht, Deutsches Hygiene-Museum Dresden
Workshops
Die Vorstellung, die eigene Zukunft gestalten zu können, ist zentral für unsere mentale Gesundheit – doch oft bleibt unklar, wie diese Zukunft aussehen soll. Wer wollen wir sein und was brauchen wir für ein sinnerfülltes Leben? Im Workshop erhalten Sie einen Einblick in die psychologischen Grundbedürfnisse und die Entstehung intrinsischer Motivation. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, inwiefern wir Kinder und Jugendliche in ihrer Motivation unterstützen können und erleben eine praxisnahe Übung zur persönlichen Zukunftsgestaltung. Die Bereitschaft zum Austausch und zur Selbsterfahrung ist für das Gelingen des Workshops unabdingbar.
Ellen Sittner, Geschäftsführerin InnenWohl
Frühe Bindungserfahrungen prägen nachhaltig unser Erleben, insbesondere unser Verhalten in späteren Beziehungen. Somit wirken sie auch auf den pädagogischen Alltag.
In diesem Workshop wird die Arbeit der Psychotherapeutischen Elternambulanz in einem kurzen Überblick vorgestellt. Im Schwerpunkt werden dann die Voraussetzungen für eine gelingende Eltern- Kind- Interaktion aufgezeigt und mögliche Störungen dieser (u.a. durch psychische Erkrankung der Eltern, Übertragungsprozesse) beleuchtet.
Abschließend sollen daraus Chancen und Fallstricke für den pädagogischen Berufsalltag abgeleitet werden.
Manuela Balzer, Elternambulanz Dresden
Kinder zu befähigen, Herausforderungen aktiv zu bewältigen und an ihnen zu wachsen ist ein wichtiger Bestandteil pädagogischer Arbeit in Kindertageseinrichtungen und Schulen. Für eine ganzheitliche Förderung der Resilienzentwicklung von Kindern sollten dabei nicht nur die Kinder selbst Berücksichtigung finden. Auch drei weitere Ebenen sind von Bedeutung: die Fachkräfte, die Eltern und Familien sowie der Sozialraum.
Ausgehend von Erkenntnissen aus dem Programm Resilienz im Ganztag der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung bietet der Workshop die Möglichkeit, sich mit dem Thema Resilienzförderung auf den verschiedenen Ebenen auseinanderzusetzen, die eigene Praxis zu reflektieren und Ideen zu entwickeln, wie Kinder im pädagogischen Alltag gezielt in ihrer Resilienzentwicklung unterstützt werden können. Im Rahmen des Workshops werden methodische Materialien der DKJS für die pädagogische Praxis vorgestellt und eingebunden.
Linda Hiltscher, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS)
Pädagogische Fachkräfte sind täglich gefordert, herausforderndes Verhalten bei Kindern und Jugendlichen zu verstehen und angemessen zu begleiten. Der Skillkoffer bietet dafür ein praxisnahes Tool, um individuelle Regulationsstrategien zu entwickeln – denn nicht jede Strategie passt zu jedem Kind.
In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden, die aktuellen Bedürfnisse eines Kindes zu erkennen und zu verstehen. Vor diesem Hintergrund werden Grundlagen zu Bindungserfahrungen, Neurobiologische Zusammenhänge und dem Toleranzfenster vermittelt. Zudem wird der Einfluss von Autismus, ADHS und Trauma auf das Verhalten vertieft.
Es wird ein praxisorientierter Einblick in individuelle Regulationsstrategien vorgestellt, Methoden aus dem Skillkoffer ausprobiert und anhand von Fallbeispielen in den Alltag übertragen. Ein weiterer Fokus liegt darauf, wie Fachkräfte ihre eigene Selbstregulation stärken können.
Pauline Dreißig, Gründerin Skillkoffer
Wir können dem Stress in unserem Alltag nicht entkommen – aber wie wir ihm begegnen, macht den Unterschied. In diesem Workshop entdecken Sie, warum Humor weit mehr kann als nur zum Lachen bringen: Er ist ein wirkungsvoller Gesundheitsfaktor und eine überraschend kraftvolle Ressource im Umgang mit Stress. Dabei zeigt sich, dass auch die richtigen Worte und ein spielerischer Umgang mit Sprache uns helfen können, schwierige Situationen leichter zu nehmen.
Neben fundierten Einblicken in die Theorie entwickeln Sie ganz praktisch Ihren persönlichen „Humor-Notfallkoffer“ – gefüllt mit Strategien, die Ihnen helfen, auch in herausfordernden Momenten gelassener zu bleiben. Ein Workshop für alle, die Stress nicht einfach hinnehmen, sondern ihm mit Leichtigkeit und einem Augenzwinkern begegnen möchten.
Grit Löbert | Alvia Killenberg, Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e.V.
Naturnahe Außenräume fördern die persönliche, soziale und gesundheitliche Entwicklung von Kindern und stärken zugleich die Resilienz pädagogischer Fachkräfte. Sie schaffen vielfältige Möglichkeiten, Selbstwirksamkeit zu erleben, gemeinsam aktiv zu werden und nachhaltige Lern- und Lebensorte zu gestalten.
Im Workshop wird der Frage nachgegangen, wie solche FreiRäume im Kontext von Klimaresilienz, Natur und Zukunft gestaltet werden können. Dabei nehmen wir sowohl die Förderung von Selbstkompetenz und Selbstwahrnehmung der Kinder als auch Aufenthaltsqualität für gesundes Arbeiten in den Blick.
Anhand von Beispielen guter Praxis aus sächsischen Einrichtungen und im gemeinsamen Austausch werden Ideen und Gelingensbedingungen vorgestellt.
Ziel ist es, konkrete Impulse für eine selbstwirksame, nachhaltige und gesundheitsfördernde Gestaltung von FreiRäumen mitzunehmen.
Eileen Hornbostel, Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e.V.
Die Fachtagung ist unter der Veranstaltungsnummer EXT06133 im Online-Fortbildungskatalog des Landesamtes für Schule und Bildung veröffentlicht.